Der Gebrauchshund




In der Schutzhundeausbildung gibt es die Möglichkeit eine Prüfung in Form der –VPG- Vielseitigkeitsprüfung abzulegen. Diese besteht aus der Fährtenarbeit, der Unterordnung und dem Schutzdienst. Die –VPG- wird in die Stufen -VPG 1-, -VPG 2- und -VPG 3- unterteilt und setzt eine bestandene Begleithundprüfung voraus. Jede Stufe stellt eine Steigerung des Könnens von Hund und Hundeführer dar und muss der Reihenfolge nach abgelegt werden. Im Anschluss daran ist noch die Ausbildung zum Wachhund möglich.



Die Fährtenarbeit

Eine einfache Fährte besteht aus Winkeln von 400 bis 800 Schritt und beinhaltet das Auffinden von Gegenständen. Die Steigerung der Fährtenarbeit ist der Fährtenhund, der auf eine längere Spurensuche zum Auffinden von Gegenständen geschickt wird. Dabei muss der Hund ein Mischgelände durchlaufen, das aus Schotterwegen, Acker, Wiese, Straße und auch aus Saatgelände bestehen kann.
 



Die Unterordnung

Insbesondere wird in dieser Kategorie die Unbefangenheit gegenüber Menschen geprüft, sowie die Gleichgültigkeit gegenüber Schuss aus einer 6mm Pistole. Es folgt das Ablegen ohne Leine, wobei der Hundeführer sich von seinem Hund entfernt. Gehorsamsübungen sind: bei Fuß gehen, Sitz, Platz, Platz aus Laufschritt, Steh, Steh aus Laufschritt, Abrufen mit Vorsitz, sowie das bringen von Gegenständen verschiedener Gewichtsklassen auf ebener Erde, über eine 1 m Hürde und über eine Kletterwand.
 



Der Schutzdienst

Schutzdienst bieten wir für Vereinsmitglieder an, die mit ihrem Hund bereits einen Grundgehorsam erarbeitet haben. Der Hund sollte gesund sein, gern spielen und kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen im normalen Umgang zeigen. Beute jagen, fangen, erkämpfen und verteidigen war für den Urahn des Hundes lebensnotwendig. Diese Verhaltensweise ist bei den meisten unserer Haushunde noch stark ausgeprägt und genau darum geht es im Schutzdienst. Dreh- und Angelpunkt ist der Hetzarm, die Beute. Ihn will der Hund jagen, fangen und erkämpfen. Zusätzlich muss der Hund einen sehr guten Gehorsam zeigen. Es ist z.B. nicht so leicht, den Hetzarm bei "Aus" los zu lassen oder erst um mehrere Verstecke zu laufen, obgleich der Hund genau weiß, wo die Beute steht. Ziel des Schutzdienstes ist es nicht, Hunde gegenüber Menschen aggressiv zu stimmen. Angeborenes Verhalten wird ausgelebt und durch zuverlässigen Gehorsam abgesichert. Bei richtiger Ausbildung ist Schutzdienst eine interessante Aufgabe und ein tolles Erlebnis für Hund und Hundeführer.
 



Begleithundprüfung

Die Begleithundprüfung, auch kurz BH-Prüfung genannt, ist die erste Qualifikationsstufe die ein Hund erreichen muss, wenn er THS (Turnierhundesport), Flyball, Agility, Fährtenarbeit oder VPG machen will. Sie besteht im Wesentlichen aus Gehorsamsübungen. Zu aller erst muss der Hund bei vorgegebenen Schrittfolgen mit dem Hundeführer bei Fuß laufen. Es folgt die Verhaltensprüfung des Hundes gegenüber einer Menschengruppe, zu der er sich neutral verhalten muss. Anschließend hat der Hund zu zeigen, dass er die wichtigsten Kommandos wie SITZ, PLATZ und FUSS beherrscht. In Abhängigkeit von dem Richter der Prüfung.